DAS HOLZ, EIN DAUERHAFTER WERKSTOFF FÜR PLASTIKEN FÜR AUSSEN
So wie es Hölzer gibt, die nicht brennbar sind oder nicht in Wasser schwimmen, gibt es welche, die besonders dem Zahn der Zeit trotzen. Kunstgeschichtlich wohl bekannt sind Holzskulpturen, die noch heutzutage in perfektem Erhaltungszustand sind, hiervon die bezeichnendsten Beispiele:
• Das Götzenabbild des Shiguir, die älteste bekannte Plastik, aus dem Jahre 7500 v.Ch. – Ende der Mittelsteinzeit, das im ethnographischem Museum in Yekatherinenburg in Russland zu bewundern ist
• Die berühmte ägyptische Holzskulptur Cheik- el- Beled, die gegen 2700 v. Ch. geschnitzt wurde un die zur Zeit im Kairoer Museum in Ägypten bewahrt wird.
Man nimmt an, dass die ältesten, ausserhalb angebrachten Skulpturen, die uns noch erhalten sind, folgende Götzen oder Totems sein könnten:
• Götzen aus Holz aus der Siedlung Haida, in British Kolumbien in Kanada, die zur Zeit im Musée de l’ Homme in Paris, Frankreich, ausgestellt sind.
• Die grosse polinesische Plastik, die in der Sammlung Rockefeller des Metropolitan Museum of Art de Nueva York, USA, zu finden ist.
Abgesehen von der Bildhauerei gibt es auch zahlreiche Beispiele für aus Holz gebaute Tempel, Behausungen und Schiffe, die den Witterungsbedingungen getrotzt haben und uns heute noch erhalten sind, auch wenn die uns heute bekannten Verfahren zur Erhaltung des Holzes damals nicht zur Verfügung standen. Bezeichnende Beispìele hierfür wären:
• Der Tempel Horyu - ji, buddhistisches Gotteshaus in Ikaruga, Japan, aus dem Jahre 670 n. Ch., das die ältesten Bauten der Welt beinhaltet, und das von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden ist.
• Das Wikingerschiff aus Oseberg, von 820 n. Ch. das sich z. Z. im Vikingskepene-Museet in Oslo, Norwegen, befindet.
• Der Tempel Baoguo, auch bekannt als Lingshan Tempel, aus dem Jahre 1013 n. Ch. welches die ältesten Holzstrukturen Chinas beinhaltet.
• Der berühmte Säulengang Torii in Itsukushima, Japan, aus dem Jahre 1170 n. Ch.
